Weiterführende Diagnostik

Fetale Echokardiographie

Die Echokardiographie ist die detaillierte Untersuchung des fetalen Herzens mittels Sonographie, wobei in der Regel sowohl die „normale“ B-Bild Sonographie zur Darstellung der Kammern, Klappen und Gefäße, als auch die Farbdopplersonographie zur Darstellung des Blutflusses und der Flussrichtung zum Einsatz kommen. Relevante Verengungen und Störungen der Herzklappenfunktion können so erkannt werden. Die fetale Echokardiographie ist fester Bestandteil der Feindiagnostik und vermag etwa 80 – 90 % der schweren angeborenen Herzfehler auszuschliessen. Bei einigen wenigen Kindern wird dagegen bereits vorgeburtlich ein Herzfehler oder eine Herzerkrankung erkannt, mitunter bereits im ersten Trimenon. Eine exakte Diagnose erlaubt eine frühzeitige Beratung mit Kinderkardiologen und Herzchirurgen, um eine optimale Betreuung des Kindes vor und nach Geburt zu gewährleisten. Häufig wird die Entbindung in solchen Fällen speziell in einem Kinderherzzentrum geplant.

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Dopplersonographie

Bei dieser Untersuchung werden Blutflussmuster in mütterlichen und kindlichen Blutgefäßen mit einer speziellen Ultraschalltechnik dargestellt. Durch die Beurteilung der Blutflussmuster in den Gebärmutterarterien kann ein erhöhtes Risiko bezüglich einer Mangelversorgung des Feten (Plazentainsuffizienz) oder einer Präeklampsie (schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck und Eiweißausscheidung im Urin) erfasst und entsprechend überwacht werden. Die Zuordnung der Schwangeren in eine Risikogruppe für kindliche Mangelentwicklung und Präeklampsie oder eine Gruppe mit niedrigem Risiko erlaubt eine individuell angepasste Überwachung von Mutter und Kind. Während Frauen aus der Risikogruppe häufiger kontrolliert werden, reduziert sich die Anzahl der Untersuchungen in der Gruppe mit geringem Risiko. Durch die Messung der kindlichen Blutflüsse in Arterien und Venen kann die Versorgung des Feten mit Nährstoffen beurteilt werden. Insbesondere bei einer kindlichen Mangelentwicklung kann diese Untersuchungsmethode zur Überwachung des Kindes herangezogen werden. Auffällige Blutflussmuster können Hinweise auf eine kindliche Gefährdung sein, die eine vorzeitige Entbindung erforderlich machen.