ist ein in der offenen Herzchirurgie gebräuchliches Gerät, das vorübergehend die Herz- und Lungenfunktion übernehmen kann. Roller-Pumpen sorgen für einen konstanten Transport des Blutes im Kreislaufsystem. Das Blut muß hierfür mit Heparin verdünnt werden. Der Oxygenator fungiert als künstliche Lunge, wo das im Körper aufgenommene Kohlendioxyd abgegeben werden kann und mit Sauerstoff angereichert wird. Angeschlossen sind eine Blutentschäumungsvorrichtung, in dem kleinste Gasbläschen und Fremdkörper zurückgehalten werden. Mit Hilfe des Wärmeaustauschers kann die Bluttemperatur des Patienten zu Beginn der Operation erniedrigt werden. Durch Absenken der Körpertemperatur auf 30°Celsius wird der Sauerstoffbedarf des Patienten auf die Hälfte reduziert. Dadurch kann die Dauer des Herzstillstandes soweit ausgedehnt werden, daß auch umfangreiche Operationen am Herzen sicher durchführbar sind. Der Kreislaufanschluß des Systems erfolgt durch Kunststoffschläuche, die das sauerstoffarme Blut in die Herz-Lungen-Maschine ableiten. Zur Rückleitung des sauerstoffbeladenen Blutes wird das Blut über einen Schlauch in die Körperhauptschlagader zurückgepumpt. Am Ende der Operation wird die Körpertemperatur wieder normalisiert und die Blutverdünnung mit einem speziellen Medikament (Protamin) wieder aufgehoben.