Periphere Venenzugänge - Ports

Die Grunderkrankung in Kürze

Ein Portsystem (Port) ist ein unter der Haut implantiertes Kathetersystem, das sehr einfach von außen durch die Haut punktiert werden kann und einen dauerhaften Gefäßzugang bietet. Es ermöglicht unter anderem die schonende Verabreichung von Chemotherapeutika bei Krebspatienten, parenterale Ernährung, Hochdruckinjektionen von Kontrastmittel im Rahmen der Computertomographie (PowerPort) und Blutentnahmen.

Ein Sonderfall stellt die Implantation eines speziellen Apherese-Ports dar. Dieser ermöglicht eine spezielle Form der Blutwäsche, wird ansonsten aber ähnlich den einfacheren Portsystemen implantiert. Alle Portsysteme bestehen aus einer Kammer, welche nach Implantation punktiert werden kann und einem von der Kammer abführenden Katheter, welcher bis in die große obere Hohlvene vorgeschoben wird.

Vor dem Eingriff

Vor dem Eingriff erfolgen die Aufklärung (LINK) und die Festlegung über die Lage der Portkammer, in der Regel pektoral. Die Entscheidung wird zusammen mit dem Patienten nach einem kurzen Ultraschall der Gefäße gefällt. Vor dem Eingriff müssen die Blutgerinnungsparameter überprüft werden, welche maximal 14 Tage alt sein sollen.

Der Eingriff

Der Eingriff findet typischerweise ambulant statt. In lokaler Betäubung wird eine Vene – zumeist ober- oder unterhalb des Schlüsselbeins – sonographisch punktiert. Über diesen Zugangsweg wird der Katheterschlauch regelrecht in der Vene platziert. Nach großflächiger örtlicher Betäubung wird die Portkammer über einen kleinen Schnitt unter die Haut geschoben und mit dem Katheterschlauch verbunden. Der Hautschnitt wird durch eine Wundnaht verschlossen. Nach Anlage eines Verbandes kann der Patient nach Hause entlassen werden.

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Nach dem Eingriff

Das Portsystem kann nach dem Eingriff theoretisch direkt verwendet werden. Aufgrund der noch offenen Wunde bedarf es dann jedoch größtmöglicher Sorgfalt, um eine potentielle Infektion zu vermeiden. Generell ist das Duschen mit einem Duschpflaster ab dem 2. Tag erlaubt. Die Fäden der Wundnaht sollten nach 7 – 10 Tagen gezogen werden, ab dann bestehen keine Einschränkungen mehr. Langfristig ist die Pflege des Ports wichtig. Dies beinhaltet eine regelmäßige Spülung mit 0,9% Kochsalzlösung.

Risiken des Eingriffs

  • Übliche Gefäßkomplikation

  • Lungenverletzung / Pneumothorax