PICC

Die Grunderkrankung in Kürze

Ein peripher eingeführter zentralvenöser Katheter (PICC) ist ein über eine Vene des Oberarms eingeführter zentralvenöser Zugang und vor allem für mittelfristige intravenöse Therapien (3 – 6 Monate) geeignet. Aufgrund der besonderen Beschaffenheit des Katheters kann er, trotz extrakorporaler Ausleitung (das System wird außerhalb des Körpers bedient), auch zu Hause genutzt werden. PICCs ermöglichen die schonende Verabreichung von Medikamenten, Infusionen und Blutentnahmen.

Vor dem Eingriff

Vor dem Eingriff erfolgt die Aufklärung und die Festlegung über welchen Arm die Implantation erfolgt. Die Entscheidung wird zusammen mit dem Patienten nach einem kurzen Ultraschall der Gefäße gefällt. Vor dem Eingriff müssen die Blutgerinnungsparameter überprüft werden, die maximal 14 Tage alt sein sollen.

Der Eingriff

Der Eingriff findet typischerweise ambulant statt. In lokaler Betäubung wird eine Vene am Oberarm ultraschallgesteuert punktiert. Anschließend wird über einen speziellen Draht der PICC bis in die obere Hohlvene vorgeschoben und auf der Haut mittels eines speziellen Konnektor-Pflasters fixiert. Nach Anlage eines sterilen Pflasters kann der Patient nach Hause entlassen werden.

Nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff darf im Bett gegessen und getrunken werden. Auch Aufstehen und zur Toilette gehen ist möglich. Der PICC kann unmittelbar nach Implantation genutzt werden. Da keine Wundnaht erfolgt, ist auch kein Fadenzug notwendig. Langfristig ist die Pflege des PICC wichtig. Wird dieser nicht regelmäßig benutzt, sollte er intermittierend mit 0,9% Kochsalzlösung gespült werden. Auch ein regelmäßiger Wechsel des Konnektor-Pflasters muss erfolgen, um einen sicheren Sitz und die Funktionalität der PICC zu gewährleisten.

Risiken des Eingriffs

  • Übliche Gefäßkomplikationen