CT-gesteuerte Drainage

Die CT-gesteuerte Drainageanlage ist ein minimal-invasiver Eingriff zum kontinuierlichen Absaugen von infizierten Flüssigkeitsverhalten. Prinzipiell kann nahezu jede Lokalisation erreicht werden, solange ein möglicher Zugangsweg zum Verhalt existiert. Durch diesen kleinen Eingriff können oft große operative Eingriffe an Brustkorb oder Bauch vermieden werden.

Die Grunderkrankung in Kürze

Meist dient die CT-gesteuerte Drainageanlage der Entfernung von infizierten Flüssigkeitsverhalten (Abszess) im Körper. Diese Abszesse sind einer Antibiotikagabe oft nicht zugänglich, weshalb eine Drainage dieser Abszesse essenziell für eine erfolgreiche Antibiotikatherapie ist.

Vor dem Eingriff

Die Voraussetzung für die Durchführung der Intervention ist das Vorliegen einer aktuellen Bildgebung (Computertomographie; CT, Magnetresonanztomographie; MRT) in der der Abszess abgrenzbar ist. Die Aufklärung über den Eingriff erfolgt meist am Vortag, bei hohen Entzündungswerten auch am selben Tag durch einen Arzt der interventionellen Radiologie. Vor dem Eingriff müssen die Blutgerinnungsparameter überprüft werden, welche nicht älter als 14 Tage sein dürfen.

Der Eingriff

Sofern der Abszess in der CT abgegrenzt werden kann, erfolgt die eigentliche Drainageanlage in lokaler Betäubung auf dem CT-Tisch. Für die lokale Betäubung wird eine feine Nadel verwendet, die exakt im Verlauf der geplanten Drainageanlage platziert wird. Durch diese präzise Betäubung kann unter CT-Sichtkontrolle der Verhalt mit einer dickeren Nadel punktiert werden. Hierüber erfolgt eine Sicherung des Weges mittels Führungsdraht, der Stichkanal wird mit Hilfe von Dilatatoren aufgedehnt und abschließend wird eine Drainage vorgeschoben. Hierdurch kann der mit Eiter gefüllte Verhalt entlastet werden. Die Drainage wird auf Hautniveau fixiert und verbleibt für mehrere Tage im Patienten.

Drainage

Nach dem Eingriff

Nach der Intervention kann gegessen und getrunken werden. Wenn nach mehreren Tagen die Drainage keinen Eiter mehr fördert und es dem Patienten klinisch besser geht, kann diese einfach gezogen werden.

Risiken des Eingriffs

  • Blutung

  • Pneumothorax

  • Organverletzung