Therapie

Nuklearmedizinische Therapien sind zielgerichtet und vergleichsweise nebenwirkungsarm.

Bei nuklearmedizinischen Therapien reichert sich eine radioaktive Therapiesubstanz im Zielgewebe, zumeist Krebszellen, an und zerstrahlt dieses zielgerichtet von innen. Das umliegende Gewebe wird geschont.

Gerne stellen wir Ihnen verschiedene Behandlungen mit radioaktiven Medikamenten näher vor.

Ambulante Therapien

Samarium-Therapie

Erzeugt eine ausgedehnte Knochenmetastasierung starke und anhaltende Schmerzen, so kann die Samarium-Therapie in vielen Fällen eine Schmerzreduktion herbeiführen.

Zevalin-Therapie

In der Behandlung bestimmter Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) hat sich Zevalin, ein radioaktiv markierter Antikörper, bewährt - zum Beispiel beim rezidivierten oder therapierefraktären follikulären NHL.

Stationäre Therapien

Sämtliche Voruntersuchungen und die Nachsorge der stationären nuklearmedizinischen Therapien erfolgen am Campus Lübeck. Die Durchführung der Therapien erfolgt z.T. in der Klinik für Nuklearmedizin am Campus Kiel.

Stationäre Therapien in Lübeck

SIRT

Ist ein operatives Entfernen von Lebertumoren oder -metastasen nicht möglich, so können radioaktiv markierte Partikel eingesetzt werden, um Tumore gezielt innerlich zu bestrahlen. Diese neue Behandlungsmethode heißt Selektive Interne Radionuklid-Therapie, kurz: SIRT. Weil bei dieser Therapie ein Leberkatheter gelegt werden muss, erfolgt diese Therapie in enger Kooperation mit den radiologischen Kollegen, die stationäre Aufnahme erfolgt am Campus Lübeck.

Stationäre Therapien in Zusammenarbeit mit Kiel

Radioiodtherapie

Die Radioiodtherapie wird zur Behandlung der Schilddrüse eingesetzt. Dies kann einerseits bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen sein: Die Therapie von Autonomien, Immunerkrankungen (M. Basedow) oder auch die Verkleinerung einer vergrößerten Schilddrüse sind klassische Anwendungsgebiete der Radioiodtherapie. Ebenso wird jedoch auch der Schilddrüsenkrebs behandelt.

PRRT (Peptid-Rezeptor-Radioligandentherapie)

Neuroendokrinen Tumore werden mittels 90Y-DOTATATE und 177Lu-DOTATATE behandelt.

PSMA-Therapien

Beim fortgeschrittenen, metastasierten, therapierefraktären Prostatakarzinom kann eine Radionuklidtherapie mit 177Lutetium-PSMA zielführend sein.

MIBG-Therapie

Hiermit werden metastasierte Phäochromozytome, Neuroblastome und Paragangliome behandelt.