Das klinische Studienzentrum bildet die zentrale Schnittstelle zwischen klinischer Versorgung und experimenteller Forschung und stärkt damit den translationalen Ansatz am Orthopädischen Forschungszentrum Kiel.
Es konzipiert, koordiniert und begleitet klinische Studien im orthopädischen Umfeld und stellt sicher, dass alle Projekte nach internationalen Qualitäts- und GCP-Standards durchgeführt werden.
Studienarten und -phasen
Am klinischen Studienzentrum werden je nach Fragestellung unterschiedliche Studientypen durchgeführt. Dazu gehören mono-, bi- und multi-zentrische Studien – prospektiv und retrospektiv - mit dem Ziel der Verbesserung der Diagnostik, Identifikation von Risikofaktoren, Therapieformen und der Optimierung des klinischen Outcomes.
Services und Kooperationen
Wir unterstützen bei Studiendesign, Machbarkeitsprüfung und Protokollherstellung, übernehmen die Organisation von Einreichungen bei Ethikkommissionen und zuständigen Behörden, koordinieren Rekrutierung und Studienvisiten, sorgen für qualitätsgesicherte Datenerhebung und Datenverwaltung und begleiten die statistische Auswertung sowie die Publikation der Ergebnisse. Im Rahmen dessen betreuen wir zahlreichen Promotionsarbeiten.
Durch die enge Einbindung in die klinischen Strukturen des UKSH arbeiten wir interdisziplinär mit operativen und konservativen Fachbereichen zusammen und können so komplexe Fragestellungen der muskuloskelettalen Versorgung im Studienkontext adressieren.
So vereint das klinische Studienzentrum am Orthopädischen Forschungszentrum Kiel methodische Expertise, patientennahe klinische Forschung und eine enge Anbindung an die experimentelle und translationale Grundlagenforschung – mit dem Anspruch, neue wissenschaftliche Erkenntnisse effizient, sicher und patientenorientiert in die klinische Versorgung zu überführen.
Datenbank
Das klinische Studienzentrum betreibt eine zentrale, GCP-konforme Datenbank, in der prospektiv klinische Routinedaten, Studienparameter, Bildgebung und Verlaufsinformationen pseudonymisiert erfasst, gepflegt und für Auswertungen bereitgestellt werden. Über definierte Schnittstellen ist diese Datenbank eng mit der Orthopädischen Biobank verknüpft, sodass zu vielen Datensätzen assoziierte Biobankproben verfügbar sind.
Wir speisen sämtliche Studienprojekte fortlaufend in diese Infrastruktur ein, überwachen Rekrutierungs- und Follow-up-Status und stellen qualitätsgesicherte Datenauszüge für statistische Analysen und Publikationen zur Verfügung. Damit fungiert die Datenbank – gemeinsam mit der Biobank – als zentrales translationales Tool, aus dem klinische und experimentelle Fragestellungen gleichermaßen gespeist werden und auf das die Projekte strukturiert zurückgreifen können.
Kontakt Datenbank:
Studienanfragen und Feasibility
Bitte richten Sie als Sponsor, CRO, Forschungsnetzwerk oder akademische Partnerinstitution Ihre Studienanfrage direkt an den Lehrstuhlinhaber für Orthopädie Prof. Dr. med. Babak Moradi und den Leiter des Orthopädischen Forschungszentrums Kiel Prof. Dr. med. Hadrian Platzer, MHBA. Von dort aus erfolgt die Zuordnung zum zuständigen Studienteam.
Im Rahmen einer Feasibility-Prüfung bewerten wir Patientenkollektiv, personelle und technische Ressourcen und regulatorische Anforderungen unter Berücksichtigung der laufenden klinischen Studien. Auf Basis dieser Analyse erhalten Sie zeitnah eine Rückmeldung zur Durchführbarkeit Ihrer Studie und zu den nächsten Schritten.
Aktuell laufende Studien
Kieler Arthrose-Studie AKTIV

Etablierung eines Online-Programms zur Physiotherapie bei Patienten und Patientinnen mit Gonarthrose und Coxarthrose
Die AKTIV-Studie (https://www.arthrose-initiative.de/studie) ist eine klinische Studie der Kieler Arthrose Initiative mit dem Ziel, die konservative Behandlung der Arthrose einer größeren Bevölkerungsgruppe in Schleswig-Holstein zugänglich zu machen. Durch einen standardisierten Vergleich möchten wir überprüfen, ob die videoangeleitete Krankengymnastik, die die Patientinnen und Patienten zuhause durchführen, gleichwertig gute Ergebnisse liefert wie die klassische Krankengymnastik in einer krankengymnastischen Praxis. Teilnehmende Patientinnen und Patienten werden nach dem AKTIV-Therapieplan behandelt und erhalten einen individuellen Online-Trainingsplan mit Anleitungsvideos. Untersucht werden hierbei das subjektive Schmerzempfinden und die Gelenkfunktion.
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BiPol-Lux
Prospektive bizentrische Studie zur bipolaren Läsionsanalyse bei Schulterluxationen in Kooperation mit dem Lubinus Klinikum Kiel
Dieses Projekt untersucht Patientinnen und Patienten mit Schulterluxationen hinsichtlich glenoidaler und humeraler Begleitläsionen. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis der zugrunde liegenden Instabilitätsmechanismen zu gewinnen und daraus klinisch relevante Prädiktoren für Diagnostik und Therapie abzuleiten.
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AC-Impact
Prospektive bizentrische Studie zu Schultereckgelenkverletzungen in Kooperation mit dem Lubinus Klinikum Kiel
Dieses Projekt untersucht Verletzungen des Schultereckgelenks, insbesondere ligamentäre Läsionen, und analysiert Faktoren, die mit einem besseren klinischen Outcome verbunden sind. Ziel ist es, Prädiktoren für eine optimale Behandlung sowie für eine schnellere funktionelle Erholung zu identifizieren.
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PHF-Insight
Retrospektive monozentrische Studie zu proximalen Humerusfrakturen
Dieses Projekt analysiert Frakturformen und patientenbezogene Risikofaktoren bei proximalen Humerusfrakturen. Ziel ist es, Prädiktoren zu identifizieren, die eine individuell optimierte Therapiestrategie ermöglichen und zur Verbesserung funktioneller Behandlungsergebnisse beitragen.
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Elbo-Complex
Prospektive bizentrische Studie zu einfachen und komplexen Ellenbogenluxationen in Kooperation mit dem Lubinus Klinikum Kiel
Dieses Projekt untersucht einfache und komplexe Ellenbogenluxationen und analysiert Faktoren, die zur Verbesserung des Verständnisses dieser Verletzungsmuster beitragen. Ziel ist es, Prädiktoren für optimale Therapiestrategien zu identifizieren und die funktionellen Behandlungsergebnisse nachhaltig zu verbessern.
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BiDistRup
Prospektive bizentrische Studie zu distalen Bizepssehnenrupturen in Kooperation mit dem Lubinus Klinikum Kiel
Dieses Projekt untersucht Rupturen der distalen Bizepssehne mit Fokus auf Diagnostik, klinische Präsentation und therapeutische Optionen. Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die für die Wahl der optimalen Behandlung relevant sind, und das Verständnis der funktionellen Auswirkungen dieser Verletzung zu verbessern.
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Periprothetische Infektionen von Prothesen der Schulter und des Ellenbogens - SECEC PJI Group
Europaweites multizentrisches Projekt der European Society for Shoulder and Elbow Surgery (SECEC)
Dieses Projekt untersucht Infektionen von Schulter- und Ellenbogenprothesen und versucht Risikofaktoren, Analyse- und Therapie-Algorithmen zu identifizieren.






