Im Projekt eSNA wird ein evidenzbasiertes und standardisiertes Referenzwerk für die strukturierte Notrufabfrage entwickelt. Ziel der Notrufabfrage ist es, medizinische Notfälle schnell und zuverlässig zu erkennen sowie weniger dringliche Anliegen gezielt in geeignete Versorgungsstrukturen zu lenken. Dies ermöglicht einen effizienten Einsatz der Ressourcen der Notfallversorgung.
Das Projekt wird gemeinsam vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi; Konsortialführung), dem Fachverband Leitstellen e. V., dem Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der LMU sowie dem Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRuN) des UKSH durchgeführt.
Die Entwicklung des Referenzwerks erfolgt in interdisziplinären Arbeitsgruppen unter Beteiligung zahlreicher medizinischer Fachgesellschaften. Dabei werden standardisierte Fragen für typische medizinische Notrufanlässe erarbeitet.
Das IRuN übernimmt die wissenschaftliche Evaluation des Projekts und begleitet zunächst die Entwicklung des Fragenkatalogs. In einem zweiten Schritt wird erhoben, wie Leitstellenmitarbeitende sowie potenziell Hilfesuchende (Bürger*innen) die Verständlichkeit der entwickelten Fragen bewerten. Die Ergebnisse fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Fragenkatalogs ein.
Langfristig soll das Referenzwerk als bundesweiter Standard für die strukturierte Notrufabfrage bei den Integrierten Leitstellen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr (112) sowie den Terminservice- und Akutleitstellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (116117) etabliert werden. Damit soll ein Beitrag zu einer verbesserten Patientensicherheit sowie einer effizienteren Steuerung der Notfallversorgung geleistet werden.
Projektlaufzeit
01.04.2026 – 31.03.2029
Förderung
Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), Versorgungsforschung

