
Im Dezember 2022 begann mit einem symbolischen Abriss der alten Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde die Entstehung eines neuen interdisziplinären Kopfzentrums am Campus Kiel. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, CEO des UKSH, löste mit einem Bagger erste Betonteile aus dem Gebäude.
Die folgenden Abrissarbeiten starteten Anfang 2023, voraussichtlicher Baubeginn ist 2024, die Fertigstellung ist für 2027 geplant. „Unser Ziel ist die Errichtung eines kompakten Neubaus, der die Disziplinen Augen-, HNO- und Zahn-Mund-Kieferheilkunde in einem Kopfzentrum vereint“, sagte Prof. Scholz. „Von diesem interdisziplinären Ansatz werden unsere Patientinnen und Patienten profitieren.“ Die kurzen Wege zwischen den drei Kliniken schaffen Synergien bei der interdisziplinären Behandlung von Patientinnen und Patienten. Im gemeinsamen OP-Bereich mit Aufnahme- und Aufwachzonen werden verschiedene hochtechnisierte Laser- und Navigationssysteme sowie Operationsroboter eingesetzt, für eine Behandlung auf höchstem Niveau. Der Grundriss des Neubaus ermöglicht darüber hinaus eine gemeinsame Nutzung der zahnmedizinischen Röntgenabteilung.
Eine ursprünglich geplante Sanierung des Gebäudes konnte aufgrund der fehlenden Tragfähigkeit des Fundaments nicht realisiert werden. Nach Prüfung durch die Denkmalschutzbehörde und in enger Abstimmung mit der Stadt Kiel wurden die Pläne für den Neubau erarbeitet. In dem neuen Gebäudekomplex werden einige der bestehenden Elemente, wie eine große Bleiglasscheibe, wieder eingebaut. Ebenso wird die bisherige Struktur erhalten – nur moderner. Zu dem HNO-Altbau gehört auch ein ebenfalls denkmalgeschützter Gartenpavillon. Sowohl das Bauamt als auch die Denkmalschutzbehörde haben auch dem Versetzen des historischen Pavillons zugestimmt. So entsteht Raum für eine Bruttogeschossfläche von 18.500 Quadratmetern für die drei Kliniken.