
Das Projekt „OP der Zukunft“ wurde mit insgesamt 3,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Aufbaufonds für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas (REACT-EU) im Rahmen des EFRE-Programms gefördert. Der Projektverbund bestand aus dem Universitätsklinikum-Schleswig-Holstein (Kurt-Semm-Zentrum und Klinik für Nuklearmedizin), der Technischen Fakultät der CAU Kiel (ET&IT, Informatik und MaWi), sowie den Firmen Vater Solution GmbH und MiE (Medical Imaging Electronics, Seth).

Im Fokus des Vorhabens standen zwei Teilprojekte. Das Ziel des ersten Teilprojekts bestand darin, eine Navigationshilfe für den Operateur zu entwickeln, indem das CT-Bild und das intraoperative endoskopische Bild registriert, d. h. übereinandergelegt werden. Auch die Position der Instrumente im OP-Gebiet soll auch im CT-Bild sichtbar werden. Dazu wurden experimentell verschiedene Trackingmethoden eingesetzt, z. B. optisches Tracking durch ein deckengebundenes Kamerasystem, elektromagnetisches Tracking und verschiedene 3D-Scanner.
Die zweite Teilprojekt betraf die experimentelle Entwicklung eines Komplementärroboters, der die Bewegungen des Primärroboters erkennt und ihnen selbstständig ausweichen kann. Auf dieser Basis könnte zukünftig ein zusätzliches robotisches System, welches durch den OP-Assistenten gesteuert wird, im OP Einzug halten und OP-Abläufe einfacher und besser gestalten.
Im Rahmen des Projektes OP der Zukunft wurde im Wissenschaftszentrum im Wissenschaftspark eine experimentelle robotische Forschungsplattform initiiert, welche auch in Nachfolgeprojekten (wie z. B. TWIN-WIN) weiter genutzt werden soll.
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